Die richtige Werbestrategie beim Immobilienverkauf: Anzeigen für die passende Zielgruppe schalten

Um eine Immobilie möglichst zeitnah zu verkaufen, müssen potenzielle Käufer zuerst einmal erfahren, dass es das Verkaufsobjekt überhaupt gibt. Hier kommen Werbemaßnahmen ins Spiel. Dazu zählen klassische Zeitungsanzeigen, Flyer und Werbung im Internet.

Da für eine Immobilienanzeige bereits verschiedene Informationen benötigt werden, empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld alle Unterlagen für den Immobilienverkauf zu sammeln. Was in keiner Anzeige fehlen darf, sind Angaben aus dem Energieausweis. Der Gesetzgeber schreibt in Österreich vor, dass der Heizwärmebedarf und der Gesamtenergieeffizienz-Faktor bei Immobilienanzeigen verpflichtend angegeben werden müssen.

An wen soll ich meine Immobilie verkaufen?

Es ist gut, mit Werbemaßnahmen viele Leute zu erreichen, es sollten aber auch die richtigen sein. Der Grundsatz lautet zwar “Sag niemals nie”, aber generell kann man davon ausgehen, dass ein älteres Seniorenehepaar eher keine Wohnung im sechsten Stock ohne Lift kaufen wird. Das bedeutet, dass man zuerst die Zielgruppe ermitteln sollte, damit Werbemaßnahmen nicht im Sand verlaufen. Bevor ein Verkäufer mit der Vermarktung einer Immobilie beginnt, sollte er sich also überlegen, für wen die Immobilie interessant sein könnte:

  • Für welche Familienstruktur eignet sich die Immobilie?
  • Wie sieht es mit der Wohngegend aus – ist sie für Singles, Pensionisten, Familien etc. interessant?
  • Auf wen könnte die Infrastruktur des Wohnviertels ansprechend wirken?
  • Ist das Objekt für Kapitalanleger interessant?

Als nächstes ist zu überlegen, wie die Zielgruppe erreicht werden kann. Dabei sollte abgewogen werden, wer wann welche Zeitung liest und wer eher im Internet nach Immobilien stöbert. Typische Kapitalanleger suchen beispielsweise meistens online nach vermieteten Eigentumswohnungen. Das ist für sie zeitsparender, da die meisten Immobilienportale anbieten, dass einem die neuesten Angebote per Mail zugeschickt werden.

In die Überlegungen mit einbeziehen sollte man auch, ob verstärkt auf regionale oder überregionale Medien gesetzt wird. Grundsätzlich suchen potenzielle Käufer eher in ihrem näheren Umfeld nach Immobilien, um nicht ihr ganzes soziales Umfeld aufzugeben. Es hängt aber letztendlich von der Immobilie ab, welche Werbemaßnahme in welchem Medium am besten geeignet ist.

Tipp: Ein kompetenter Immobilienmakler ist ein Experte im Immobilienmarketing und weiß, wie die Zielgruppe deines Verkaufsobjekts erreicht werden kann.

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Vor Immoverkauf Flyer in der Nachbarschaft verteilen

Wenn es um die Bewerbung einer Immobilie geht, sind die Nachbarn die erste Adresse. Egal, ob es sich dabei um ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung handelt, Nachbarn haben – verständlicherweise – ein Interesse daran, was mit dem Verkaufsobjekt geschieht. Immerhin sind sie es, die dann neben dem neuen Käufer wohnen.

Außerdem darf die Macht von Mundpropaganda nicht unterschätzt werden. Die Nachbarn erfahren früher oder später sowieso, dass das Objekt verkauft wird. Um wilden Spekulationen und Gerüchten vorzubeugen, macht es Sinn, die Nachbarschaft schon im Vorfeld über einen Verkauf zu informieren. Auf diese Art werden klare Verhältnisse geschaffen und vielleicht findet sich schon ein Kaufinteressent in der Nachbarschaft oder deren Bekanntenkreis. Falls das Verkaufsobjekt vermietet ist, ist der momentane Mieter auch immer eine gute Anlaufstelle.

Um die Nachbarn zu informieren, reicht es aus, einen Flyer bzw. einen Handzettel mit den wichtigsten Informationen zu bedrucken und in die Briefkästen zu werfen.

Informationen auf dem Flyer:

  • Grund für den Verkauf
  • Kurze Beschreibung des Hauses (Größe, Anzahl Zimmer, Extras)
  • Kontaktdaten (Telefonnummer)
  • Evt. Grundrisszeichnung
  • Evt. Preisvorstellung

Mit Zeitungsanzeigen den regionalen Markt für Immobilienverkauf abdecken

Die Kunst bei Zeitungsanzeigen ist es, aus wenig viel zu machen. Für ausformulierte Sätze und ausschmückende Adjektive bleibt kein Platz. Stattdessen wird auf kurze und prägnante Formulierungen sowie Abkürzungen gesetzt (bei gängigen Abkürzungen für Immobilienanzeigen hilft Wikipedia weiter). Die 4- bis achtzeiligen Anzeigen sind nicht jedermanns Sache. Manche Interessenten schätzen aber genau die Knappheit, die es ihnen erlaubt, auf einen Blick alle wichtigen Informationen zu erhalten.

Angaben in einer Verkaufsanzeige für Immobilien:

  • Ort
  • Baujahr
  • Objektart (Haus, Wohnung,…)
  • Nutz- und Wohnfläche
  • Zimmeranzahl
  • Kaufpreis
  • Gesetzlich verpflichtende Angaben aus dem Energieausweis (Heizwärmebedarf und Gesamtenergieeffizienz-Faktor)
  • Kontaktdaten
  • Optional: Angaben zur Ausstattung (Lift, Bodenbeläge, Garage,…), von privat an privat, Infrastruktur (Verkehrsanbindung,…)

Inseriert werden kann zum einen in den Immobilienseiten verschiedener Tageszeitungen. Der Immobilienteil erscheint bei den meisten Tageszeitungen mittwochs und samstags. Neben den Tageszeitungen kann es sich auch lohnen, in lokalen Anzeigenblättern zu inserieren. Diese erreichen unter Umständen genau die richtige Zielgruppe. Darüber hinaus sind Anzeigen in Lokalblättern oft günstiger als in großen Tageszeitungen.

Große Reichweiten für Wohnungsverkauf bei Onlineanzeigen

Onlineanzeigen bieten gegenüber Anzeigen in Tageszeitungen mehrere Vorteile. Zum einen kann bei vielen Immobilienportalen eine Immobilie kostenlos inseriert werden. Darüber hinaus ist mehr Platz für Text vorhanden und es können auch Bilder hinzugefügt werden. Eigentlich wird also meist ein ganzes Exposé online gestellt, nicht nur eine kurze Zeitungsannonce. Welche Angaben im Onlinebereich wichtig sind, erfährst du im Leitfaden Immobilienexposé.

Durch die großen Reichweiten bekannter Immobilien-Onlineportale können viele potenzielle Käufer erreicht werden. Es ist aber auch entscheidend, dass in der Fülle an Anzeigen genau dein Verkaufsobjekt auffällt und heraussticht. Das bedeutet, dass zum einen die Anzeige aufgrund ihrer Gestaltung (einprägsame Schlagzeile, Fotoauswahl, etc.) auffallen kann und soll. Darüber hinaus ist die Platzierung wichtig. Viele Online-Immobilienportale bieten gegen einen Aufpreis die Möglichkeit an, dass das Verkaufsobjekt an einer gut sichtbaren Stelle platziert wird. Unter Umständen kann sich das für einen Verkäufer lohnen.